Da mein Mann sich gestern eine sehr tolle Digitalkamera geleistet hat (Canon EOS 40D) kann ich nun endlich richtig schöne Fotos zeigen. Den Anfang macht Solanum integrifolium:
Da ich eben einen recht langen und hoffentlich informativen text über die Überwinterung von Chilis und Nachtschatten allgemein geschrieben habe, wollte ich meine geneigten Leser daran teilhaben lassen. Verbesserungsvorschläge und Kritik sind herzlich willkommen!
Hallo!
Ich werd mal versuchen, dir zu helfen ;) Ich hab mit der Überwinterung von Chilis selbst keine Erfahrung, hab mich aber ein wenig in das Thema eingelesen und auch schon andere Nachtschatten überwintert, ich denke das dürfte ähnlich sein.
Erst mal ist es keine Schande, dass du bisher keinen Erfolg hattest, das ist nicht einfach! Selbst “Profis” haben da ihre Probleme ;)Wichtig ist natürlich der Standort. Ich würde empfehlen einen nicht zu warmen aber auch nicht zu kalten Platz zu wählen. Ich werde dieses Jahr meine Nachtschatten alle im Treppenhaus überwintern. Das geht zwar ein wenig zu Lasten des Lichts, dafür stimmt die Temperatur. Allgemein würde ich so ca. 10-15 °C empfehlen, das hat bei mir immer gut geklappt.
Nun zum Licht, das ist nämlich im Winter das größte Problem. Ich denke man kann auch bei Nachtschatten sagen, je mehr desto besser. Allerdings habe ich letzten Winter eine Pflanze an der Ostseite an einem relativ kleinen Fenster gehabt, die hat sich super gehalten! Ähnliches kann ich auch von den Pflanzen meiner Mutter sagen. Sie hat ihre auch im Treppenhaus, allerdings vermutlich sogar etwas kühler (ich denke maximal 10 °C). Ich würde also lieber einen kühleren Ort mit weniger Licht als einen wärmeren mit viel Licht wählen.
Das Problem bei zu viel Wärme sind nämlich Schädlinge. Die mögen trockene Heizungsluft und greifen bei höherer Temperatur die Pflanzen eher an. Aber auch bei geringeren Temperaturen kann’s leider passieren, dass man Läuse oder Spinnmilben bekommt. Vorbeugend kann man die Pflanzen regelmäßig mit Wasser besprühen, aber ehrlich gesagt habe ich das nie gemacht, weil’s mir zu viel Sauerei ist ;)
Aber sobald du die ersten Schädlinge entdeckst einfach mal gut einnebeln, vielleicht reicht das schon.
Man kann auch vorbeugend ein wenig Neemöl ins Gieswasser tun oder Neemschrot zur Erde. Ich denke ich werd’s dieses Jahr mit Neemulgam (wenn’s dich interessiert schaue ich nochmal nach woher ich das habe) im Wasser versuchen. Das nehmen die Pflanzen nämlich auf und Schädlinge mögen das scheinbar nicht. Wird bei Chilis immer empfohlen, ich hab’s allerdings erst bei Passionsblumen gestestet und es hat sehr gut gegen Spinnmilben geholfen!
Ein weiteres Problem bei zu viel Wärme ist, dass die Pflanzen vergeilen. Sie wachsen in die Höhe, weil ihnen entsprechend zur Temperatur Licht fehlt. Also noch ein Argument für eine kühle Überwinterung ;)
Ich habe auch festgestellt, dass es besser ist, die Pflanzen im Winter nicht zu oft zu gießen. Lieber einmal zu wenig als zu viel.
Außerdem natürlich nicht düngen. Dadurch wächst die Pflanze zwar kaum oder gar nicht, aber das holt sie im Frühling dann nach! Da kann man auch schon recht zeitig mit Düngen anfangen, je nach Witterung halt.
Je nach dem wie groß deine Pflanze ist kann es auch sinnvoll sein, sie vor dem Winter nochmal zu beschneiden. Aber ich schneide im Herbst immer nicht zu viel, weil die Pflanze dann etwas Material hat, dass zur Not absterben kann. Wenn man sie arg schneidet, geht sie meiner Ansicht nach auch schneller ein, aber ich glaube das ist so eine Glaubensfrage, das sieht jeder anders ;)
Meiner Erfahrung nach ist es auch nicht so schlimm, wenn eine Pflanze mal viele Blätter verliert. Solange die Äste immernoch gut aussehen ist das kein Problem, ein bisschen Schwund hat man immer. Man sollte halt dann schauen, an was es liegen könnte, damit nicht noch mehr kaputt geht.Puh, ich glaube das war alles, was ich zum Thema weiß. Das ist alles so ein wenig Ansichtssache, andere würden dir vielleicht eine ganz andere Überwinterung empfehlen. Ich kann immer nur von meinen eigenen Erfahrungen und etwas angelesenem Wissen ausgehen.
Falls du noch Fragen hast, schreib mich ruhig an!
Ich wünsche dir schonmal viel Erfolg und Glück (denn davon braucht man ne Menge!) bei deinem Überwinterungsversuch!
Ach ja, sollte es sich bei deiner Chili um eine Rocoto handeln, dann würde ich sie falls möglich sogar noch kälter stellen.Liebe Grüße
Gestern Nachmittag, als mein Mann von der Arbeit kam, haben wir endlich die Pflanzen aus dem Garten gerettet. Es wurde höchste zeit! Für die Tzimbalos wares leider schon zu spät, die sehen schon sehr mitgenommen aus und ich habe mich dagegen entschieden sie aus zu graben.
Eine Chance auf Überwinterung haben bekommen:
1 S. integrifolium
1 S. sisymbrifolium
2 S. muricatum
1 S. uporo
Der Rest muss leider erfrieren, weil ich nicht genug Platz für alle habe :(
Da das Gartenjahr nun beinahe zu Ende ist (dem schrecklichen Wetter sei Dank…), wage ich einen Rückblick.
Allgemein gesprochen lief dieses Jahr wieder alles nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe. Ich weiß nach wie vor nicht, ob es an den schlechten Bedingungen (schlechter Boden, kaum vorbereitet) oder an mir lag. natürlich hat auch das Wetter nicht immer mitgespielt, denn ausgerechnet jetzt, wo es kalt wird, hängen einige Nachtschatten voll mit Früchten.
Aber der Reihe nach.
Ich fange beim schlechtesten an:
Bei den Tomaten hatte ich wieder Pech. Wie schon im letzten Jahr gingen mir die Pflanzen ein, aber immerhin konnte ich ein paat Früchte ernten. Besonders angetan haben es mir die Japanischen Eier und Japanese Black Trifele. Enttäuscht war ich von Pink Peach, die waren weder pink noch peach ;) aber schmackhaft. Verbesserungsvorschlage für nächstes Jahr wäre, die Pflanzen auf Mist einzupflanzen. Den Tipp habe ich von einer Nachbarin bekommen, die jedes Jahr sehr viele Tomaten hat. Außerdem bin ich mir nicht sicher, ob ich es nächstes Jahr nochmal mit dem Gewächshaus probieren werde. Das hat mich nicht überzeugt. Vielleicht finde ich noch eine bessere Lösung, nur ein Dach wäre wohl besser.
Ebenfalls im Gewächshaus war eine Aubergine (Thai Long Green). Sie hat Blüten angesetzt (sehr schöne im Übrigen!), aber Früchte gab es keine. Ich denke, das lag auch daran, dass ein Käfer einige abgefressen hat.
Die Chilis haben sich recht gut entwickelt, aber ich denke um eine wirklich tolle Ernte zu erreichen war der Sommer zu kurz. Sehr begeistert bin ich nach wie vor von Lemon Drop! Tragen reichlich und schmecken phantastisch! Ansonsten mag ich Bulgarian Carrot sehr gerne, nicht zuletzt wegen ihrem tollen Aussehen. Optisch interessant, aber geschmacklich eher langweilig fand ich Fish Pepper. Wirklich interessante Pflanze durch die Färbung, aber ich weiß noch nicht, ob ich sie nochmal anpflanzen werde. Sehr schön sind auch Rocotos, da hat es aber nur für eine einzige Frucht gereicht, die blühen jetzt (!) sehr schön.
Im selben Beet sind noch Sonnenblumen, die alle sehr schön geblüht haben. Darüber bin ich positiv überrascht, denn ich habe sie leider aus zeitgründen erst sehr spät nach draußen gesetzt. Leider sind einige bei einem Sturm umgeknickt, aber die durften dann in eine Vase ;) Ich hoffe nur, dass ich noch ein paar Samen werde ernten können.
Weiter ins Kräuterbeet:
Das war wirklich eine wahre Pracht, als alles schön blühte! Die Ringelblumen, die Kamille, die Jungfern im Grünen und natürlich Topinambur. Es sah so schön aus, dass ich es nicht geschafft habe die Ringelblumen für eine Tinktur anzuschneiden. Sehr schon entwickelt hat sich auch der Salbei, der ist riesig geworden. Ich habe schon einiges abgeschnitten und getrocknet für leckeren Salbeitee. Ja, ich mag das wirklich! ;) Ich hoffe nur, dass ich Salbei, Rosmarin, Thymian etc. gut über den Winter bekomme. Nicht so viel Glück hatte ich mit Kerbel. Selbst nach 2x nachsäen konnte ich nichts ernten. Allerdings hat mir meine Mutter das selbe berichtet. Sehr schade, ich mag doch Kerbelcremesuppe so sehr :(
Neben dem Kräuterbeet hatte ich zuckererbsen. Die haben extrem früh geblüht und trugen massenweise Schoten. Ein guter Teil davon wurde eingefroren, der Rest frisch gegessen. Sehr lecker und gesund! Nächstes Jahr werden die sicherlich wieder angebaut, allerdings muss ich mir etwas anderes als Stütze ausdenken, denn die riesigen Pflanzen haben meine Stütze umgekippt.
Nun zu meinem Liebling, dem Nachtschattenbeet:
Erstmal zu den Nicht-Nachtschatten am Rand: Meine extra aus den usa importierten Samen der Papaya Pear Squash haben sich ausbezahlt! Sehr ertragreich und extrem lecker. Mein absoluter Gewinner dieses Jahr!
Die Kannibalentomaten haben einen Schneckenangriff leider sehr schlecht überstanden, ein paar wenige Früchte sind zwar dran, werden aber nicht mehr reif. Sehr schade, der Geschmack hätte mich interessiert. Mit wesentlich mehr Früchten hängen die Pepinos voll. Die Pflanzen sind schön gewachsen, blühen, tragen Früchte, aber zu spät.
Wonderberries und Ananaskirschen (schleck!) tragen immernoch massenweise Früchte, leider kann ich sie nur schlecht ernten, denn ich kann mich mit meinem dicken Bauch nicht mehr so gut bücken ;) Im Vergleich zum letzten Jahr sind die Wonderberrypflanzen wesentlich größer geworden.
Der kleine Bruder der Pepino, Tzimbalo (Solanum caripense), wächst wie unkraut, hatte winzige Blüten und trägt nun einige Früchte. Aber vermutlich auch zu spät :( Vielleicht reifen noch ein paar, aber ich habe nur wenig Hoffnung.
Solanum integrifolium (3 Pflanzen) sind zwar recht klein geblieben, tragen aber viele Früchte, die tatsächlich auch (teilweise) reif wurden!
Die S. sisymbrifolium vom letzten Jahr hat inzwischen einen dicken Stamm bekommen und trägt jede Menge Früchte, ein paar habe ich schon verspeist. Ich finde sie überaus lecker, scheint aber Geschmackssache zu sein und schmeckt nicht jedem.
Die Miltomaten haben mich geschmacklich enttäuscht, ich werde heute die letzten Früchte abnehmen und trocknen, vielleicht schmecken sie dann besser ;)
So, das war’s im Garten. Wie man lesen kann konnte ich zwar nciht so viele Früchte, aber einiges an Erfahrung gewinnen ;)
Noch kurz etwas zu meinem Balkon. Wie ich ja schon öfter geschrieben habe, handelt es sich um einen Südbalkon. Im Frühjahr und Herbst ist das sehr schön, aber im Sommer völlig unbrauchbar! Den meisten Pflanzen war es schlichtweg zu heiß. Ob man es glaubt oder nicht, selbst wärmeliebende Pflanzen haben die Hitze schlecht vertragen. Entweder ich lasse mir was einfallen für nächstes Jahr, oder ich werde keine Pflanzen (naja, oder nur wenige) mehr auf den Balkon stellen.
So, das war’s erstmal. Die nächsten Tage mache ich mir dann noch Gedanken über Überwinterung und Veränderungen im nächsten Jahr!
Gestern wurde die erste Frucht der oben genannten Pflanze verspeist. Ich muss sagen, das war sehr lecker, aber leider schon etwas bitter. Ich hätte sie wohl früher ernten sollen ;) Allgemein war der Geschmack der einer Aubergine sehr ähnlich.
Ich habe die Frucht in Scheiben geschnitten und in Olivenöl angebraten, danach mit Salz und Pfeffer gewürzt. War so sehr lecker, wir nächstes mal aber als eine Art Chili zubereitet. Wenn ich den Nerv dazu habe, werden die Früchte erstmal geschält, denn der bittere Geschmack ließ sich in der Haut lokalisieren.
Ein paar Früchte werden als Halloweendeko getrocknet, sehen ja aus wie winzige Kürbisse ;) Der Rest wird heute noch geerntet, bevor sie dem schlechten Wetter zum Opfer fallen.
Nachdem ich wegen diversem ungeziefer bisher nur Ärger mit meiner armen kranken P. “Silvie” (P. caerulea x P. ‘Purple Haze’) hatte, habe ich mich vorhin umso mehr gefreut, als ich die erste offene Blüte entdeckt habe. Sie ist wirklich sehr schön, man könnte sagen perfekt ;)
Leider bringt das Foto das nicht rüber, ich habe immernoch keine richtig funktionierende Kamera.
Man könnte meinen bei mir tut sich nichts, das ist aber nicht so, es tut sich ne Menge! Ich komme nur leider sehr selten zum Posten.
Inzwischen wachsen alle Pflanzen schön, Früchte gedeihen. Die ersten wurden sogar schon verputzt. So zum Beispiel meine Papaya Pear Shaped Squash, deren Samen ich extra aus den usa importiert habe. Es handelt sich dabei um eine zucchiniähnliche Frucht, allerdings gelb und birnenförmig. Der Geschmack ist etwas milder und sehr deliziös ;) Ich habe die Frucht einfach in Scheiben geschnitten und in Olivenöl angebraten, danach mit Salz und Pfeffer gewürzt, was aber kaum nötig war.
Erste Tomaten haben auch schon den Weg in meinen Magen gefunden, bisher allerdings nur die Minitopftomaten. Obwohl sie wirklich sehr winzig sind, haben sie mich überzeugt, die werden nächstes Jahr wieder angebaut. Erstens sind sie wirklich einfach zu pflegen, und, was wichtiger ist, sie schmecken einfach phantastisch! Samen werden entnommen, wer welche möchte möge sich melden (ich kann allerdings nicht für 100% Reinheit garantieren).
Bei den Chilis gibt es momentan nicht viel Neues, sie blühen, wachsen und tragen Früchte. Alllerdings sind noch keine reif.
Weiteres gibt es die nächsten Tage!
Ja, so ist es leider. Aber seit gestern Abend steht immerhin mein Tomatenhäuschen. Einpflanzen kann ich leider noch nicht, weil noch eine Kleinigkeit gemacht werden muss und ich Angst habe, dass mein Mann dabei die Pflänzchen zertritt ;) Aber ich werde sie nacher erstmal nach unten bringen und die drei Tiny Tims in Töpfe setzen.
Mein Nachtschattenbeet ist komplett eingesetzt und bisher entwickelt sich alles gut. Ich hoffe es bleibt so und die Schnecken verschonen die Pflanzen!
Chilis konnte ich erst acht einsetzen, denn das Seitenbeet braucht noch neue Erde und die kann ich nicht hinschleppen. Auch da muss mal wieder der Herr des Hauses ran ;)
Seit einigen Tagen stehen meine drei Mini Topftomaten auf dem Balkon und es scheint ihnen sehr gut zu bekommen. Sie wachsen sehr schön und Blühen auch. An einer habe ich heute schon eine minimini winzige Tomate gesehen. Sollte das ein Zeichen für ein ertragreiches Jahr werden? Ich hoffe es!
Die Tomatenpflanzen sollen übrigens sehr buschig wachsen (davon sieht man allerdings noch nix) und ihnen genügt vollkommen ein mittelgroßer Topf. Aufgrund des kompakten Wuchses ist auch keine Stütze nötig, was mir sehr entgegen kommt. Ich mag irgendwie keine Pflanzstützen, auch wenn sie natürlich für einige Pflanzen notwendig sind.
Vermutlich werden die Früchte ebenfalls sehr klein werden, aber ich baue diese Sorte auch ausschließlich zum Naschen an, deshalb auch auf dem Balkon. Da kommt man einfach schneller hin ;)
Gekauft habe ich die Samen vergangenes Jahr bei ebay, ich glaube es war ein privater Verkäufer. Leider habe ich nun auf die Schnelle im Netz keine weiteren Informationen zu dieser Sorte gefunden.
Inzwischen ist es schon sehr warm draußen, auch nachts nie unter 6 Grad. Aus dem Grund habe ich fast alle meiner Pflanzen schon seit ein paar Tagen und Nächten auf dem Balkon. Bekommt ihnen sehr gut, nur ein paar haben einen leichten Sonnenbrand bekommen, aber zum Glück nichts Schlimmes.
Heute habe ich dann angefangen eins der Beete vorzubereiten. Leider ging das nicht so schnell wie ich dachte, deshalb liegt noch eine Menge Arbeit vor mir. Keine Ahnung, wann ich den Rest schaffen werde. Eigentlich möchte ich diese Woche noch einsetzen. Das Wochenende ist schon verplant und morgen gehen wir nach München in den botanischen Garten. Aber zur Not habe ich auch noch Montag frei. Mal sehen, wie das alles klappt!